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Sicher überbrücken

Schnelltest zur Überwachung von externen Spanngliedern.

Das Testverfahren prüft den Zustand der im Innenraum freiliegenden Spannglieder von Hohlkastenbrücken und Schrägseilbrücken schnell und in situ.
Vor etwa 25 Jahren wurden in Deutschland erstmals Betonbrücken gebaut, deren Spannglieder nicht mehr im Beton liegen sondern frei zugänglich sind. Inzwischen sind solche Spannbetonbrücken mit externer Vorspannung die Regelbauweise im Zuständigkeitsbereich des Bundes und haben somit im Bundesfernstraßenbau erheblich an Bedeutung gewonnen. Im Rahmen der routinemäßigen Inspektionen sind effiziente und zuverlässige Messverfahren zur Schadensfeststellung erforderlich. Herkömmliche Prüfverfahren sind jedoch so zeitaufwändig und mit so hohen Kosten verbunden, dass sie nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Eine Erfindung des Institutes für Massivbau und Baustofftechnologie (IMB) ermöglicht einen Schnelltest zur Überwachung von externen Spanngliedern. Der Test basiert darauf, dass die Frequenzen sämtlicher Spannglieder in einer Brücke mathematisch aufeinander abgestimmt werden können. Bei den Wiederholungsmessungen werden dann automatisch die Spannglieder herausgefiltert, bei denen in der Zwischenzeit eine unregelmäßige Zustandsänderung eingetreten ist. Die Auswertung der Signale ist so konzipiert, dass das Ergebnis unmittelbar nach der Messung vor Ort vorliegt. Mit diesem System kann die Inspektion aller Spannglieder einer etwa 300 Meter langen Spannbetonbrücke in Zukunft innerhalb eines einzigen Tages durchgeführt werden. Mit den heute üblichen Verfahren benötigt man für Messung und Auswertung rund einen Monat. Die neue Erfindung reduziert sowohl die Prüfdauer als auch die Kosten etwa um den Faktor zwanzig. Das System ist universell einsetzbar und auch für die Überprüfung von Schrägseilbrücken geeignet. Derzeit werden in einem Pilotprojekt die Spannglieder ausgewählter Schrägseilbrücken untersucht. Ebenfalls aktuell entwickelt das IMB zusammen mit einem Industriepartner ein mobiles Messgerät sowie ein Datenbanksystem zur besseren Verarbeitung der erhobenen Testdaten.

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Ihr Ansprechpartner für dieses Angebot

Dr. Aude Pélisson-Schecker, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Innovationsmanagerin, Innovations- und Relationsmanagement (IRM)
Telefon: +49 721 608-25335

E-Mail: pelisson-schecker@kit.edu

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