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Flexibler Stetigförderer

Der FlexFörderer zeigt die Zukunft der „Plug-and-Play“-Fördertechnik.

Wenn Hersteller eine immer größere Vielfalt von Produkten bei immer kürzer werdenden Produktzyklen anbieten, hat das große Auswirkungen auf die Logistik innerhalb der Betriebe. Für diesen hohen Anspruch an Flexibilität sind die am Markt erhältlichen Fördersysteme nicht ausgelegt. Der Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen bietet zwar eine hohe Flexibilität, verursacht jedoch einen signifikant niedrigeren Durchsatz. Herkömmliche Stetigförderer ermöglichen hohe Durchsätze, allerdings verursacht die Installation solcher Systeme sehr hohe Kosten auch bei Umbauten. Diese werden vor allem von der zentralen Einheit verursacht, die den Ablauf des Fördersystems steuert, sodass für jede Veränderung eine teuere Neuverkabelung bzw. -verschaltung oder sogar das Neuschreiben des Steuerungsprogramms erforderlich ist. Mit dem FlexFörderer steht ein flexibler Stetigförderer bereit, der ohne Leitrechner oder eine andere zentrale Infrastruktur auskommt. Das System besteht aus baugleichen, quadratischen Modulen, welche jeweils mit Sensoren, Antriebtechnik, einem RFID-Leser zur Erkennung des Transportziels und einer Recheneinheit ausgestattet sind. Die Module besitzen ebenso zwei Motoren, mit denen der Antrieb von drei Bewegungsachsen, zwei für den Transport des Gutes und eine für den Hub, möglich ist. Somit können die Module sämtliche Aufgaben autonom und dezentral erfüllen. Der Flexförderer kann dabei als „einfache“ Förderstrecke, Sorter oder auch für komplexere Förderstrecken eingesetzt werden. Aufbau und Änderungen des Layouts erfolgen einfach und schnell per „Plug and Play“: Nach dem manuellen Zusammenstecken erzeugen die Module untereinander selbstständig eine Topologiedatei, um die Fördereinheiten zu koordinieren und zum angegebenen Ziel zu transportieren. Es ist möglich, eine Vielzahl an Fördereinheiten auch in komplexe Layouts einzuschleusen, ohne dass es zu Blockierungen, Kollisionen oder Verklemmungen (Deadlocks) kommt. Bei Störungen von Segmenten findet das System automatisch Ersatzrouten.

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Ihr Ansprechpartner für dieses Angebot

Dr.-Ing. Philipp Scherer, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Innovationsmanager Mobilität, Innovations- und Relationsmanagement (IRM)
Telefon: +49 721 608-28460

E-Mail: philipp.scherer@kit.edu

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