Research to Business

Neue Chance bei der InnovationChallenge 2023: Schnell und praxisnah.

Die InnovationChallenge Nachhaltige Produktion und Mobilität geht Anfang 2023 in die zweite Runde. Zwei Projekttandems berichteten der Redaktion von ihrer Teilnahme im smarten Förderprogramm. Lassen Sie sich von den Vorteilen überzeugen und machen Sie dieses Mal selbst mit! Reichen Sie als Unternehmen bis zum 16. Januar 2023 eine Challenge ein oder akkreditieren Sie sich rechtzeitig als Forschungspartner, um am 16. Februar 2023 beim Pitch dabei zu sein.

Die InnovationChallenge fördert innovative Transfervorhaben in den Bereichen Produktion und Mobilität. Die Bewerbungsrunde für 2023 ist eröffnet. (Bild: Sergey Nivens)
Die InnovationChallenge fördert innovative Transfervorhaben in den Bereichen Produktion und Mobilität. Die Bewerbungsrunde für 2023 ist eröffnet. (Bild: Sergey Nivens)

Nach der Premiere in 2022 richtet der InnovationsCampus Mobilität der Zukunft (ICM) erneut das unkomplizierte Förderprogramm für Innovationsprojekte von Unternehmen und staatlichen Hochschulen in Baden-Württemberg aus: Die InnovationChallenge Nachhaltige Produktion und Mobilität. Das Programm wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ausgerufen und punktet mit hoher Geschwindigkeit: Vom Ende der Einreichung bis zum Förderbescheid in nur zwei Monaten.

Das Förderprogramm bringt konkrete Forschungsherausforderungen von Unternehmen (KMUs und Start-ups bevorzugt) mit dem Know-how und der Forschungsinfrastruktur von öffentlichen Hochschulen zusammen. Wesentlich für die InnovationChallenge ist, dass die praxisnahen Aufgabenstellungen von den teilnehmenden Unternehmen kommen. Passgenau dazu erarbeiten die mitwirkenden Hochschulen Lösungsvorschläge. Beim Hackathon werden beide Seiten zusammengeführt und können entscheiden, ob eins zum anderen passt. Die Forscherinnen und Forscher stellen den Unternehmensvertretern an diesem Tag ihre Lösungsansätze vor und erläutern, wie sie die Challenge gemeinsam mit dem Unternehmen angehen würden. Noch am selben Tag wird das jeweils beste Konzept pro Challenge von den Unternehmen ausgewählt und ein Projektkonsortium gebildet. Erfolgreiche Matches können nach Bewilligung ihres gemeinsamen Projektantrags in die Umsetzung starten, maximal 18 Monate Projektlaufzeit sind förderfähig.

Innovative Lösungswege gesucht

Der ICM sucht Forschungsideen, die einen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen auf dem Weg zu ressourceneffizienten, nachhaltigen Mobilitätslösungen und Produktionstechnologien leisten. Die anwendungsorientierte Forschung für umweltfreundliche Technologien, Automatisierungslösungen oder Fertigungstechniken soll sich deutlich vom bisherigen Stand der Technik abheben. Ebenso berücksichtigt werden Lösungen, die durch eine besondere Flexibilität und Resilienz bei angespannten Lieferketten und auftretenden Produktionskrisen gekennzeichnet sind. Die Challenge soll Ansporn und Chance für die Akteure in diesen Bereichen sein, um originelle Lösungen anzugehen – zur Steigerung der Ressourceneffizienz, Verringerung der Belastung der Umwelt, Reproduzierbarkeit und Sicherheit der Prozesse, sowie Steigerung der Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

Mit der InnovationChallenge können Unternehmen ihre Entwicklungsarbeit stärken und bekommen durch die Hochschulen innovative Lösungen für ihre Challenge-Aufgabe präsentiert. (Bild: Amadeus Bramsiepe / KIT)
Mit der InnovationChallenge können Unternehmen ihre Entwicklungsarbeit stärken und bekommen durch die Hochschulen innovative Lösungen für ihre Challenge-Aufgabe präsentiert. (Bild: Amadeus Bramsiepe / KIT)

Von 0 auf 100 zum Innovationsprojekt

Unternehmen profitieren von dem schnellen Prozess und der Niederschwelligkeit des Vergabeverfahrens bei der InnovationChallenge. Hendrik Mütherich von der PREMIUM ROBOTICS GmbH startete 2022 mit der Hochschule Esslingen in das gemeinsame Förderprojekt „TransVision “ und erinnert sich: „Die Challenge war eine sehr unbürokratische und schlanke Art, um sich für ein öffentliches Forschungsprojekt zu bewerben. Die formalen Hürden waren aus unserer Sicht sehr gering.“ Mütherich betont, dass die einzelnen Steps von der Definition der Aufgabenstellung bis zur Genehmigung des Projekts sehr kurz waren und der Aufwand dafür verhältnismäßig gering. Das sei für Unternehmen besonders hilfreich.

Mit dem Förderprojekt können Unternehmen ihre Entwicklungsarbeit stärken und bekommen durch die Projektskizzen der Hochschulen innovative Lösungen für die gestellte Challenge präsentiert. Auch Theo Seiler vom studentischen Gründungsprojekt MoThor Batteries  ist überzeugt von der Challenge: „Die Geschwindigkeit, mit der alles organisiert wurde, und auch die Qualität der Organisation finde ich einzigartig. In kürzester Zeit hatten wir ein Innovationsprojekt am Start, das uns wirklich auch die Tür am Markt öffnet. Gerade als Start-up war diese Validierung mit einem wissenschaftlichen Partner Gold wert.“ Mit dem Institut für Produktentwicklung (IPEK)  am KIT, vertreten durch Philip Müller-Welt, fand er durch die InnovationChallenge einen passenden Partner im Projekt „Zell-Kontaktierung “.

Sie möchten auch Ihre Forschungsfrage mit Hochschulpartnern umsetzen? Dann reichen Sie in der neuen Runde eine Challenge ein!

Termine für Unternehmen:

  • 16.01.2023: Einreichungsfrist einer InnovationChallenge durch Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg
  • 30.01.2023: Bekanntgabe der ausgewählten Challenges
  • 16.02.2023: Hackathon und Bildung der Konsortien am ZEISS Innovation Hub @KIT in Karlsruhe
  • 27.02.2023, 13 Uhr: Einreichungsfrist für die Projektskizze inkl. des Kosten- und Arbeitsplans
  • 13.03.2023, 13 Uhr: Einreichungsfrist des letztverbindlichen Gebots der Unternehmen
  • 16.03.2023: Bekanntgabe der einzelnen Förderungen
Hochschulen haben bei der InnovationChallenge die Möglichkeit, ihre Lösungsansätze im Wettbewerb mit anderen Forschungsgruppen vorzustellen und bei Erfolg Fördergelder zu erhalten. (Bild: Amadeus Bramsiepe / KIT)
Hochschulen haben bei der InnovationChallenge die Möglichkeit, ihre Lösungsansätze im Wettbewerb mit anderen Forschungsgruppen vorzustellen und bei Erfolg Fördergelder zu erhalten. (Bild: Amadeus Bramsiepe / KIT)

Mit planbarem Aufwand zur Innovation

Doch auch die teilnehmenden Forschungseinrichtungen profitieren vom Förderprogramm. Die Hochschulen haben die Möglichkeit, ihre Lösungsansätze im Wettbewerb mit anderen Forschungsgruppen vorzustellen und bei Erfolg die Fördergelder zu erhalten. Durch die klar definierten Challenges, die Geschwindigkeit bei der Umsetzung und die Verknüpfung mit industrienahen Forschungsthemen sind die Förderprojekte für Forschungsgruppen besonders gut planbar. Für Professor Dr.-Ing. Marius Pflüger von der Hochschule Esslingen, der aktuell noch mit dem Industriepartner PREMIUM ROBOTICS gefördert wird, ist die Praxisnähe ein Alleinstellungsmerkmal: „Die Challenges sind sehr realistisch aufgestellt. So praxisnah kommt man bei vielen anderen Ausschreibungen nicht.“ Ihn hat die Förderung so überzeugt, dass er für die neue Runde bei seinen Kolleginnen und Kollegen in Esslingen wirbt.

Ebenso angetan ist Philip Müller-Welt vom IPEK am KIT, Forschungspartner von MoThor Batteries: „Das Format der InnovationChallenge hat schnell und unkompliziert funktioniert. Man kann sich thematisch relativ gut darauf einstellen, was man am Ende konkret im Projekt umsetzen möchte. Das heißt, wenn die Aufgabenstellung gut zum Profil des Instituts passt, ist es bis zur Antragstellung nur ein kleiner Schritt mit überschaubarem Aufwand.“

Sie forschen an einer staatlichen Hochschule in Baden-Württemberg und stellen sich mit Ihrem Team gerne industrienahen Herausforderungen? Dann bewerben Sie sich als Forschungspartner zur Lösung einer Challenge.

Termine für Forschende:

  • 30.01.2023: Einsicht in zugelassenen Challenges nach Akkreditierung
  • 08.02.2023: Anmeldefrist für Teilnahme am Hackathon
  • 16.02.2023: Hackathon und Match Making der Konsortien am ZEISS Innovation Hub @ KIT in Karlsruhe
  • 27.02.2023, 13 Uhr: Einreichungsfrist für die Projektskizze inkl. des Kosten- und Arbeitsplans und erstes Gebot
  • 16.03.2023: Bekanntgabe der einzelnen Förderungen

Vorteile für beide Seiten

Bei der InnovationChallenge begegnen sich beide Partner auf Augenhöhe. „Sowohl die Unternehmen werden motiviert, sich vorab detaillierte Gedanken über die Forschungsfrage und die Zielsetzung zu machen. Aber auch die Hochschulen sind gefragt und steigen sehr praxisorientiert mit den Projektskizzen ein. Diese Vorarbeit und das Matching ermöglichen es, die Arbeitsweisen gegenseitig abzuklopfen und sich zu beschnuppern“, macht Prof. Pflüger deutlich. Ebenfalls ein Pluspunkt: „Beide Partner haben bereits zu Beginn ein klares Ziel vor Augen. Erwartungen und Aufgaben sind klar definiert. Die Kommunikation mit den Partnern und dem ICM war sehr gut und ohne lange Umwege“, beschreibt der Forscher Müller-Welt.

Die InnovationChallenge ist die ideale Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen – sei es zu Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen oder Forschungsgruppen, die bisher nicht im eigenen Netzwerk vertreten sind. Gleichzeitig ist es eine gute Gelegenheit, bestehende Verbindungen zwischen Wissenschaft und Forschung zu manifestieren. Haben Sie bereits guten Kontakt zu einem Partner, dann starten Sie in gemeinsamer Absicht bei der Challenge 2023.

Bereit für die Challenge?

Unsere Gesprächspartner sind bereits vom Förderformat überzeugt und waren sich einig: Bei der passenden Themenstellung würden sie auf jeden Fall erneut an der InnovationChallenge teilnehmen. Das Förderprogramm bringt Unternehmen und Forschungsgruppen in Baden-Württemberg zusammen und fördert innovative Ideen im „Eilverfahren“. Machen Sie mit und melden Sie sich direkt zur neuen Runde in 2023 an!

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