Research to Business
Angebot: 538

Fische füttern sich selbst

Ein Fütterungsautomat mit Sensor senkt Kosten und Aufwand für die Aufzucht kleiner Fische.

Davon träumt wohl jeder Aquarienbesitzer: Fische, die immer bestens mit Futter versorgt sind - sogar während des Urlaubs. Für Labormitarbeiter bedeutet eine automatische Fütterung ebenfalls eine große Arbeitserleichterung, auch weil sie nicht mehr am Wochenende ins Labor müssen, um für Futternachschub zu sorgen. Das Institut für Toxikologie und Genetik (ITG) am KIT betreibt mehrere Tausend Aquarien, in denen jeweils etwa zehn bis zwanzig Fische leben. All diese Fische müssen mehrmals täglich gefüttert werden. Natürlich können die Mitarbeiter des KIT, genau wie die Besitzer von Heimaquarien, in jedes Aquarium einige Flocken Fischfutter streuen. Bei dieser manuellen Fütterung besteht aber immer die Gefahr, dass zu viel oder zu wenig Futter im Aquarium landet. Bei Futterüberdosierung sinkt die Wasserqualität und die Aquarien müssen mit mehr Aufwand gereinigt werden. Bei einem zu geringen Futterangebot vermehren sich die Fische langsamer. Bislang erhältliche Fütterungsautomaten sind entweder nur für relativ große Fischarten von Fischfarmen ausgelegt oder sie sind teuer in der Anschaffung. Forscher des Instituts für Toxikologie und Genetik (ITG) setzen seit neuestem in einigen ihrer Aquarien ein selbst entwickeltes Fütterungssystem ein. Bei diesem System entscheiden die Fische selbst, wann und wie viel sie zu fressen bekommen. Wenn ein Fisch in einen bestimmten Bereich seines Aquariums schwimmt, löst er einen Sensor aus, der die Ausschüttung von Futter bewirkt. Biologen haben beobachtet, dass die Fische innerhalb von wenigen Tagen lernen, das Futtersystem zu bedienen und dass sie tatsächlich nur so viel Futter verlangen, wie sie benötigen. Mit dem System kann das Institut die Ausgaben für die Fischzucht reduzieren: Es spart Kosten für Personal, verringert den Aufwand für die Reinigung der Aquarien und senkt häufig auch die Ausgaben für Futter. Das Fütterungssystem ist kompakt, technisch sehr einfach und daher kostengünstig. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: vom Heimaquarium über das Zoofachgeschäft bis zur großen Fischzuchtanlage. Das KIT sucht Partner, die das System als Serienprodukt auf den Markt bringen.

Bilder zur Technologie schließen öffnen

Ihr Ansprechpartner für dieses Angebot

Frauke Helms, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Innovationsmanagerin, Innovations- und Relationsmanagement (IRM)
Telefon: +49 721 608-26036

E-Mail: frauke.helms@kit.edu

Angebot der Merkliste hinzufügen