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Analyse großer Menschenmassen aus Luftbildsequenzen

Sicherere Großveranstaltungen durch luftgestütztes Monitoring von Menschenmassen.

Großereignisse wie Sportveranstaltungen oder musikalische Massenspektakel stellen Sicherheitskräfte vor enorme Herausforderungen. Ein reibungsloser Ablauf, die frühzeitige Antizipation kritischer Situationen sowie bedachtes und souveränes Handeln bedürfen einer integrierten Sicherheitslösung, mit deren Hilfe Mitarbeiter Massenveranstaltungen effizient analysieren oder zeitnah auf Vorfälle reagieren können. Vor allem für Veranstaltungen, die auf großflächigen Arealen stattfinden, ist in diesem Zusammenhang ein qualitativ hochwertiges Monitoringsystem vonnöten, das die Verantwortlichen mit stets aktuellen Übersichtsbildern und Informationen versorgt. Luftbilder bieten dabei eine ideale Grundlage, um einerseits die Bewegung von Menschenmassen zu beobachten, andererseits aber keine Erkennung von Individuen zu erlauben bzw. zu benötigen. Damit Einsatzkräfte zukünftig Veranstaltungen mit hohem Besucherandrang besser überwachen und Besucherströme zuverlässiger koordinieren können, untersucht das Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF) des KIT im Rahmen des Projekts "People Tracking and Event Detection in Aerial Image Sequences" in Zusammenarbeit mit der TU München Bewegungsmuster in Menschenmengen anhand luftgestützter Datenerfassung. Unterstützt und gefördert wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Um die Dichte und Bewegungen von Menschenmengen zu überwachen, nutzt das Team durch DLR-Kamerasysteme ausgestattete Forschungsflugzeuge. Drei hochauflösende digitale Luftbildkameras (3K) ermöglichen es, mit einer Wiederholungsrate von bis zu drei Bildern pro Sekunde, das Veranstaltungsgelände aufzunehmen. Dadurch können Bewegungsmuster im Vergleich zu fest installierten Überwachungsmedien weitaus großflächiger beobachtet werden. Durch die hochauflösenden Kameras, die mit einem echtzeitfähigen Navigationssystem gekoppelt sind, können die Daten sofort räumlich zugeordnet werden. Dies erlaubt auch eine automatische Detektion und Bewegungsanalyse von Personen. Aus rechtlicher Sicht besonders unkritisch ist hierbei die Nutzung von Luftbildern, da diese aufgrund der Aufnahmegeometrie inhärent keine Möglichkeit zur Identifikation von Individuen erlauben – Personen werden in "Draufsicht" aufgenommen und nehmen nur wenige Pixel im Bild ein. Um Bewegungsmuster zu erforschen, werden die in einem Bild oder einer kurzen Sequenz detektierten Personen in der nächsten Bilderabfolge durch sogenannte Matching-Verfahren automatisch gesucht und

Ihr Ansprechpartner für dieses Angebot

Stephan Barth, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Innovationsmanager Energie, Innovations- und Relationsmanagement (IRM)
Telefon: +49 721 608-25536

E-Mail: stephan.barth@kit.edu

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